Nachklänge zur Gralsbotschaft 2

von Abdrushin


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Inhaltsverzeichnis


15. Die geistigen Ebenen V

Ich hatte den ersten Ring der Urgeschaffenen um Parzival erklärt, das heisst, erklärt noch nicht, sondern von ihnen nur gesprochen.

Bevor wir weiter gehen, muss ich mancherlei ausführlicher noch schildern, sonst fehlt Euch etwas zu dem Ring des grossen Schwingens und Ihr könnt es nicht lebendig in Euch werden lassen. Lückenlos muss alles sein, auch wenn es Euch in Bildern nur gegeben werden kann. Aus diesem Grunde können wir auch nur ganz langsam vorwärts schreiten.

Deshalb müssen wir noch einmal bei den ersten Urgeschaffenen verweilen, die ich in dem letzten Vortrag nannte. Es sind die stärksten Säulen für und in den Schöpfungen.

Und wieder muss ich dabei aufwärts gehen bis in Gottes nächste Nähe, soweit von Nähe überhaupt gesprochen werden kann; denn es gibt nichts, von dem man sagen könnte, dass es in der Nähe Gottes wäre, wenn die Nähe nach dem irdischen Begreifen abgemessen wird.

Selbst die weiteste Entfernung, die es in den menschlichen Begriffen gibt, reicht noch nicht aus, um damit annähernd ein Bild zu geben von der Entfernung, die man als nächste Nähe zu Gott bezeichnen will.

Es ist unendlich weiter noch; denn das, was man als eigentliche Nähe zu Gott nennen kann, ist ein wogendes Flammenmeer, noch ohne Formungsmöglichkeit.

Ich nehme also nur den Ausdruck fürdie Bezeichnung „Nähe“ hierbei an, nicht den Begriff. In dieser Nähe, auf den Stufen des Thrones, die ganze Ebenen sind, befinden sich die vier Tiere in ihrer ganz besonderen Schwingungsart.

Urkönigin Elisabeth ist nicht hineinzustellen in irgendwelche Abstufungen; denn sie ist ganz für sich, durch sie die Reine Lilie.

Die Erzengel sind wiederum von einer anderen Art der unmittelbaren Gottausstrahlungen als die vier Tiere. Die Arten trennen sich in ihrer Formung. Man kann auch sagen: Die Formung ist die Trennung; denn es ist selbsttätiges, lebendiges Geschehen.

Wir wollen heute aber nur von den vier Tieren sprechen. Diese Tiere tragen die Voraussetzungen für die Schöpfung in sich! Sie bergen also alle Strahlungen gesammelt in sich, die die Schöpfungen benötigen, um Formen anzunehmen, sich zu bilden.

Deshalb ruhet in diesen Tieren schon der Schöpfungsgrund. Vier Tiere, welche ein Quadrat bilden auf den Stufen des Gottesthrones und alle schöpferischen Ausstrahlungen Gottes trinken, in sich aufnehmen. Das heisst, sie bilden nicht nur ein Quadrat, sondern sie sind das Schöpfungsquadrat, oder das Quadrat des späteren Schöpfungskreises.

Ich will mich dabei nicht zu lange aufhalten, sondern nur das für uns heute noch wesentliche schnell berühren, um den Zusammenhang des Tierquadrates mit der Schöpfung zu erklären.

Das Quadrat der Tiere, oder besser gesagt „Wesen“ birgt also alles, was die Schöpfungen bedürfen, es ist dafür dieerste Sammelstelle aus den Strahlungen des über ihm seienden Gott-Trigones, der Gottdreieinigkeit.

Durch die Urkönigin gehen ganz andere Strahlungen, wie auch wieder andere durch alle Erzengel.

Nur dieses Quadrat der vier Wesen hat also von oben her mit dem späteren Schöpfungskreis unmittelbar zu tun, es ist mit ihm verbunden. Alles andere, was in der göttlichen Ausstrahlungsebene die Heimat hat und dadurch ewig war und ist, neigt sich allem Geschaffenen nur helfend, hebend, fördernd in dem Schwingen der Göttlichen Liebe, die für sie ganz selbstverständlich ist. Sie sind jedoch nicht fest verbunden mit der Schöpfung. Verbunden ist allein das Quadrat der vier Tiere.

In diesem feinen Unterscheiden liegt sehr viel! Prägt es Euch deshalb ganz besonders ein. So manches, vieles wird Euch dadurch klarer werden, was Euch bisher verständnislos verblieb.

Von den vier geflügelten wissenden Wesen am Gottesthrone: dem Widder, dem Stier, dem Löwen und dem Adler ist der Widder das Wesen, das ein Menschenangesicht trägt; denn der Widder birgt das Schöpfungsgeistige in sich, aus dem die Menschen in der Schöpfung sich formen und entwickeln!

Es hängt dies auch zusammen mit dem Ausdrucke: Lamm Gottes und der Wunde, die es trägt; denn es zeigt an sich naturgemäss die Wunde des Versagens und des Niederganges der Menschengeister in der Schöpfung, da sie aus ihm, wenn auch nicht unmittelbar, so doch mittelbar hervorgegangen sind. Das ausströmende Menschengeistige pulsiert aus der Schöpfung nicht harmonisch zurück, sondern wird in den Stofflichkeiten festgehalten, weil zu viel Schuld an ihm hängt.

Ich ziehe damit das Gebiet des Wissens für Euch wieder eine Spanne weiter auseinander. Es verschiebt aber nichts von dem, was Ihr bisher erfahren konntet, das bleibt alles trotzdem noch bestehen und es schwingt in vollem Einklang mit dem Neuen, wenn auch manches in dem ersten Augenblick nicht so zu sein scheint.

Nun will ich zu den Einzelheiten übergehen. Parzival trat über die Grenze der unmittelbaren Ausstrahlung der Gottdreieinigkeit, also über die Grenze der göttlichen Ebene.

Damit trug er die Ausstrahlung seines wesenlosen Gottkernes hinaus und strahlte nun ausserhalb der göttlichen Ebene als ein kleiner Teil aus Imanuel in die Lichtleere, erhellend, erwärmend, alles in Bewegung bringend und in Bewegung erhaltend, als Lebensquell.

Es formten sich unmittelbar in entsprechender Entfernung die ersten vier Säulen der Schöpfungen in einer Verbindungsart, die alles für die Schöpfung Notwendige enthalten. Sie sind nicht geformt wie die Wesen an dem Gottesthrone, sondern in Menschengestalt, allerdings von für Menschenbegriff ganz unwahrscheinlicher Grösse.

Vor Parzival als Gralsritter stehend, also als machtvolle Hüter und treue Wächter des von Gott in Parzival anvertrauten Gutes und Heiligen Gefässes seines wesenlosen Teiles, erfüllen sie gleichzeitig die Auswirkungen der vier Wesen auf den Thronesstufen!

In der Wirkung für die Schöpfungen sind ihre Arten folgende:

1. Od-shi-mat-no-ke: Die Idealgestalt des von anderen unerreichbaren, weil vollkommenen Menschengeistigen! Deshalb als königlicher Herrscher erscheinend. Er trägt nur die Art des Widders in sich, ist also dessen Wirkungsart in der Urschöpfung, man könnte sagen, der Widder ist in ihm verankert.

2. Leilak: Die Idealgestalt des Mannesmutes, der Manneskraft. Er trägt in sich eine Verbindung der Arten des Widders, deshalb die geistige Menschenform, und des Stieres.

3. Der Löwe: Die Idealgestalt des Heldentumes und unerschütterlicher Mannestreue. Er trägt die Verbindung aus dem Widder mit dem Löwen in sich.

4. Merkur: Der Beherrscher aller Gewalten der Elemente. Er trägt in sich die Verbindung aus dem Widder mit dem Adler.

Alle vier Urgeschaffenen müssen neben den anderen zum Ausdruck kommenden Arten grundlegend auch mit dem Widder verbunden sein, weil sie geistig und bewusst sind, was in dem Widder verankert ist.

Wie die vier Wesen auf den Thronesstufen die Säulen und machtvollen Wächter im Göttlichen sind, natürlich ausserhalb der wesenlosen Gottheit selbst, so sind die vier Urgeschaffenen des ersten Ringes um Parzival in dem Reingeistigen, der Urschöpfung, die Säulen und machtvollen Wächter, deren Zusammenwirken eine vollkommene Verbindung ergibt und alle Schöpfungsnotwendigkeit ausstrahlt.

Die Belebung dieser Strahlen kommt vom Lichtkerne Parzivals, aus dessen Ausstrahlung sie sich bilden konnten als die ersten, notwendigen Grundsäulen, die gleichzeitig die machtvollsten Hüter des Heiligtumes sind.

Es ist nicht leicht, Euch derart Grosses und Bewegliches zu erklären, es in feststehende Bilder für Euch zu formen, während das Tatsächliche nicht feststehend ist, sondern in dauernd fliessender Bewegung verbleibt, in Bewegung des Empfangens, Weiterstrahlens, Zurückziehens und wieder an Parzival Zurückleitens. Alles ohne Unterbrechung gleichzeitig. Schon das allein vermögt Ihr Euch nie vorzustellen.

In diesen vier ersten Urgeschaffenen sind also alle aus Parzival strömenden Schöpfungskräfte gesammelt, verbunden und verstärkt durch die gleichen Strahlungsarten der vier Tiere, werden durch das lebendige Licht in Parzival in stossender oder fortdrückender Bewegung erhalten und durch das Wollen der Urgeschaffenen gelenkt.

Vielleicht vermögt Ihr Euch so einen Vorgang zu denken, der der Wahrheit mit Erdenworten ausgedrückt am nächsten kommt!

Haltet das erst einmal gründlich fest und hämmert es Euch ein, so, wie ich es in Erdenworte formte.

Macht nicht etwa in Eueren Gedanken wieder Sprünge und fragt Euch nicht, wo denn das Weibliche ist, das nach meinen früheren Vorträgen immer eine halbe Stufe höher stehen soll! Grübelt dabei nicht darüber nach, wo Maria ist und Irmingard, welche doch nicht tiefer stehen können als die Urgeschaffenen! Es ist auch hierin keine Lücke, sondern es stimmt alles genau überein.

Die vier genannten Urgeschaffenen sind erst einmal die Hauptsäulen des Schöpfungsbaues, und von diesen an geht es dann abwärts oder in weitere Entfernungen nach den von mir bereits gegebenen Schöpfungserklärungen; denn diese vier tragen alle Schöpfungskräfte in sich vereinigt, während alle anderen nur Helfer sind.

Ich gebe auch dabei zuerst wieder nur die gerade Linie abwärts an, die zu Euch entwickelten Menschengeistern führt, und lasse alle Abzweigungen unberührt und ungenannt, so auch zum Beispiel Loherangrin, da er kein Ausgangspunkt ist einer Strahlung, die einschneidend bildend in der Schöpfung wirkt. Später komme ich schon noch darauf. Erst gebe ich die Stützpunkte im Schöpfungsbau!

Maria kommt bei allem diesem gar nicht in Betracht, auch Irmingard nicht. Sie sind wohl in die Schöpfungen von oben herabkommend verankert, aber nicht mit ihnen fest verbunden. Darin liegt wiederum ein grosser Unterschied.

Sie sind trotz der Verankerungen nicht an sie gebunden, sondern völlig frei von ihr und ihren Strömungen. Die Strömungen der Schöpfung können durch diese Verankerungen wohl an sie heran, sodass sie klar erkennbar werden, aber sie vermögen nie in sie zu dringen, weil die dazu nötige Verbindung fehlt.

Maria und Irmingard wirken, ohne dass auf sie zurückgewirkt werden kann! Sie wirken helfend und hebend, stärkend, reinigend, heilend, oder auch zurückstossend, aber sie verbinden sich nicht in ihren Strahlungen mit der Schöpfung. Achtet dessen wohl!

Maria kam ja aus dem Wesenlosen als ein Teil der Gottliebe, die Jesus ist, und als ein Teil Imanuels zu Heiliger Verbindung. Sie hat mit Weiblichkeit als solche nichts zu tun, sondern sie steht als Gottliebe der ganzen Menschheit gegenüber!

Die Weiblichkeit der Schöpfung hat als solche nur mit Irmingard zu tun. Und diese kam zur Gralsburg in die Urschöpfung aus der göttlichen Ebene herab, und stieg dort nur in ein reingeistiges Gefäss, das für sie schon bereitet war.

Ganz abgesehen davon, dass in sie durch einen Akt des Gotteswillens ein Funken Wesenlosigkeit gesenkt wurde, damit Imanuel in der gesamten Schöpfung nun als Dreiheit wirken kann. Die Dreiheit der Wesenlosigkeit Imanuels in der Schöpfung ist: Parzival – Maria – Irmingard, als Gerechtigkeit, Liebe und Reinheit. Imanuel als Gottsohn wirkt also in seiner Wesenlosigkeit in letzter, heiligster Erfüllung nun für ewig in der Schöpfung gleichzeitig in Parzival, Maria und Irmingard, während er trotzdem in der Gottdreieinigkeit als der Heilige Gotteswille verbleibt.

Es ist dies eine erneute Liebestat, welche Gott zur Hilfe und zu stärkerem Schutze der Menschheit erfüllte, die das Gericht überstehen wird, damit die Schöpfung dann nicht wieder durch der Menschengeister Schwäche Schaden leiden kann.

Also verwirrt Euch nicht mit unnötigem Denken. Ich spreche jetzt nur von der Urschöpfung aus Parzival! Dazu gehört Maria nicht und auch nicht Irmingard, aber sie wirken dort gleich Parzival in ihren Arten.

Nach den vier Urgeschaffenen Säulen befindet sich ein zweiter Ring, der etwas weiter entfernt ist, sagen wir irdisch gedacht eine halbe Stufe entfernter. Dieser zweite Bogen oder Ebene wird erfüllt von dem Wirken der drei weiblichen Urgeschaffenen: Johanna, Cella, Josepha.

Nun dürft Ihr es Euch nicht so vorstellen, dass diese Urgeschaffenen einfach in einem Bogen dastehen, sondern sie wirken in ihren Sonderarten in grossen Gärten oder Ebenen, welche um sie herum und aus ihnen heraus erstehen, mit vielen helfenden Wesenheiten und Bewohnern der Urschöpfung, die um jeden dieser weiblichen und männlichen führenden Urgeschaffenen in deren gleichen Art schwingen und wirken.

So sind im Gefolge jeder der vier ersten Urgeschaffenen eine grosse Zahl Ritter, bei den weiblichen Urgeschaffenen eine grosse Zahl weiblicher Mitwirkenden.

Wir dürfen uns aber vorläufig dabei nicht aufhalten, sonst geht das Bild, das ich Euch geben will, in für Euch nicht mehr erfassbare, unüberschaubare Weiten.

Ich will nur heute flüchtig andeuten, in welcher Art das Wirken durch die Strahlung der drei weiblichen Urgeschaffenen die ganze Schöpfung durchdringend schwingt.

Es ist für jede einzelne ein Sonderwirken, und doch greift alles Wirken dieser Drei so ineinander, dass es fast wie eins erscheinen kann. Es ist kaum eine Grenze darin zu erkennen. Rein weiblich ist das Wirken, von welchem sie die Ideal-Verkörperungen sind.

Zuerst Johanna: In bestimmte Worte ist ihr Wirken nicht zu fassen, weil damit der Begriff sofort verkleinert wäre. Deshalb will ich kurz nur sagen, dass es das Heim betrifft! Heimatlich zu gestalten, anziehend, harmonisch. Jedoch das Heim in grossem Sinne aufgefasst, nicht etwa nur als eine kleine Erdenmenschwohnung!

Diese ist zwar auch mit inbegriffen; denn es wirkt sich aus im Grossen wie im Kleinen, ja, bis zu dem Kleinsten, aber hierbei handelt es sich um die Sache selbst, nicht nur um eine kleine Form davon.

Zum Beispiel auch Empfinden seligen Verbundenseins mit heimatlichem Boden, das ganze Völker in wahrhafteste Begeisterung entflammen lassen kann, wenn es ein Feind habgierig zu verletzen sucht.

Ich könnte tausenderlei Dinge anführen, Ihr würdet deshalb trotzdem nicht die eigentliche Grösse je darin erkennen, die in dem Wirken der Johanna liegt, die es auch jedem Menschengeiste einzuprägen sucht als Heiliges Vermächtnis, das ihn hoch emporzuheben fähig ist und festen Halt gewährt. Und das Vermächtnis ist in erster Linie der Weiblichkeit gegeben, in ihr ruht deshalb oft das Schicksal eines ganzen Volkes.

Cellas Wirken ist nicht weniger von zarter Art. Sie pflanzt mit Sorgfalt in das Geistige die stille Achtung vor werdendem Muttertume! Mit all der Unantastbarkeit und Hoheit, welche darin liegt. In hehrster Art und mit der ehrfurchtsvollen Scheu, die sich in einer solchen Nähe Geltung schafft bei allen, die noch reinen Geistes sind!

Josepha legt den Grund dazu, die Hüllen, also Körper als ein von Gottes Gnade anvertrautes Gut zu achten und entsprechend zu behandeln. Natürlich nicht nur Erdenkörper, sondern alle Hüllen in der Schöpfung, die ja immer nur in erster Linie zur Unterstützung der Entwickelung des geistigen oder des wesenhaften Kernes mitgegeben sind, als solche auch in Reinheit stets betrachtet werden müssen!

Auch kranke Hüllen tragen zur Entwickelung des Kernes bei, der bei gesunder Hülle vielleicht nicht so schnell zu dem Erwachen kommen würde.

Das Wirken der Josepha ist gleichwertig mit den anderen, und auch gleichwichtig auf den Wegen aller Wanderungen durch die Schöpfung. Es sind grundlegende Bedingungen für ein normales, gottgewolltes Reifen aller Kreaturen in den Schöpfungen. Sie durchziehen alles wie mit feinsten Fäden, und zeigen sich in ihren Wirkungen in ganz verschiedenerlei Formen, da sie beweglich bleiben, unausgesprochen, ungeformt im Geiste ruhen. Es drängt und treibt, kann aber nur in der Empfindung richtig aufgefasst werden und segenbringend zur Verwirklichung gelangen.

Ist die Empfindungsfähigkeit verschüttet durch die Herrschaft des Verstandes, so ist damit auch eine Kluft gerissen zwischen allen in der Urschöpfung im Gotteswillen dienend Webenden, und damit auch die Störung in dem notwendigen Schöpfungsschwingen zwangsweise herbeigeführt.

Es ist das Strahlenwirken der drei Urgeschaffenen Johanna, Cella und Josepha ein gemeinsames, grosses, grundlegendes Schaffen, ineinandergreifend und doch getrennt verbleibend.

Nun schreiten wir noch einmal eine halbe Stufe weiter, was natürlich in der Wirklichkeit Entfernungen bedeutet, die für Euch kaum vorstellbar erscheinen. Dort finden wir dann wieder eine Urgeschaffene: Vasitha.

Sie ist wehrhafte Pförtnerin am Ausgange des obersten und reinsten Teiles in der Urschöpfung, auf dessen Gipfel strahlend in Erhabenheit und Frieden die herrliche Burg des Heiligen Grales sich erhebt.

Mit Vasitha und ihrer Umgebung wird der oberste Teil der Urschöpfung abgeschlossen. Sie stehet an der Pforte und weiset allem Geistigen, das weiterziehen muss zur Notwendigkeit seiner eigenen Entwickelung, den Weg hinaus zur Brücke, die gleich einem riesenhaften Regenbogen tiefe Klüfte überspannt zu jenen Regionen, die weiterer Abkühlung bedurften und Entfernung von dem Gotteslichte, um bewusst werden zu können zu eigenem Sein, um sich darin zu formen und zu voller Blüte zu entfalten.

Hoch steht Vasitha dort und deutet mit dem Speer, während ihr scharfer Blick prüfend alles durchdringt, was in dem ersten Teil der Urschöpfung nicht zu verbleiben fähig ist und dann an ihr vorüberziehen muss. Ihr hinweisendes Wort gibt allen Kraft und treu Geleite!

So ziehen sie hinaus, die als Geschaffene sich bilden können, mit denen, die noch in dem letzten Niederschlage träge liegen bleiben und erst den Weg der langsamen Entwickelung zu wandeln haben, um sich ihres Seins bewusst werden zu können. Sie ziehen aus in weite, weite Fernen, mit der Sehnsucht nach dem Gotteslicht!

Macht Euch zum Schluss noch einmal eine kurze Übersicht von dem Gesagten:

Der Weg der Strahlungen des Gott-Trigones für die Schöpfung und damit natürlich auch für alle Menschen geht durch das Quadrat der vier Euch bisher nur dem Namen nach bekannten Tiere auf den Thronesstufen. Die vier ersten Urgeschaffenen der Schöpfung tragen diese Strahlungen der Tiere in sich, sie bilden also für das Schöpfungskreisen das Quadrat in dem Reingeistigen. Angetrieben und in dauernden Bewegungen erhalten wird der Schöpfungskreis dann durch die Kraft des Lichtes, die aus dem wesenlosen Kerne Parzivals lebendig wirkt.

Lasst dieses Grundbild fest in Euch verankert sein, damit ich nunmehr in die Breite gehend Bild auf Bild anfügen kann, um Euer Wissen zu erweitern, ohne dass sich Euer Blick dabei verwirrt. Ihr schafft es, wenn Ihr wollt!

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