Nachklänge zur Gralsbotschaft 2

von Abdrushin


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21. Das lebendige Wort (Pfingsten 1935)

Pfingsten! Vor wenig Tagen erst feierten wir das Fest, welches das eigentliche Pfingsten ist, die Feier der Heiligen Taube, Ausgiessung Heiliger Gotteskraft in diese Schöpfung! Erneuerung ist es, Erhaltung und Gesundung!

Dass Euch auf Erden dieses Fest auch in der Zukunft weiterhin verbleiben kann, dass diese Erde mit so vielen anderen Gestirnen nicht in dem Gericht vergehen muss, das dankt Ihr nur der grossen Liebe Gottes, der Euch half im letzten Augenblicke noch, nachdem durch Euer falsches Wollen alles schon dem Ende zugetrieben wurde.

Es wird die Zeit erst kommen, da Ihr Menschen es erfasst, was für ein Opfer dazu nötig war, um Euch dem sicheren Verderben zu entreissen. Heute vermögt Ihr es noch nicht. Ihr könnt noch nicht begreifen, was eigentlich für Euch getan wurde vom Lichte aus. Es steht weit über allem menschlichen Verstehen.

Doch danken könnt Ihr Gott, dem Herrn, für seine unfassbare Güte, die täglich, stündlich zu erkennen ist in Eurem ganzen Sein, wenn Ihr nur ehrlich wollt! Und Dank soll deshalb Euer ganzes Leben werden!

Dank Euer ganzes Leben! Wenn Ihr die Worte in üblichem Sinne nehmt, so, wie es Menschen denken, müsste es ermüden, ohne Unterbrechung Dank zu bringen; denn der Mensch stellt sich dabei die Aneinanderreihung vieler Dankgebete vor.

So ist es aber nicht gewollt. Der schönste Dank ist reine Freude! Die Menschen könnten, wenn sie nach dem Gotteswillen leben würden, überhaupt nichts anderes bei ihren Wanderungen durch die Stofflichkeiten finden als nur Freude! Dass es dabei auch Trübsal gibt, ist Schuld der Menschen ganz allein; denn Trübsal ist dem Lichte fremd.

Die Menschen schafften sich das Dunkel und damit die Trübsal und verstrickten sich in starrem Eigensinne darein so, dass es für sie zuletzt gar nicht mehr möglich war, die Wege noch zu finden, die herauszuführen fähig waren.

Die Stofflichkeit war unter falschem Willenseinflusse der Menschen nicht zum Paradies, sondern statt dessen nur zu einem Irrgarten geworden, aus dem heraus sich keine Menschenseele finden konnte. Dabei vermehrten sich die Fehler, deren Folgen unerhörte Steigerung des Übelwollens brachten, und in dem Gestrüpp verbogener Begriffe wurde jeder Ansatz guten Wollens fest umklammert und in seinem Wachstume gehindert, sodass er bald wieder verkümmern musste.

So sah es aus, als sich der Gotteswille in die Stofflichkeiten senkte, um noch denen letzte Hilfe zu gewähren, welche Sehnsucht darnach in sich tragen.

Nun habt Ihr Euch das alles aber viel zu oberflächlich vorgestellt; denn Menschen sind darin sehr sonderbar. Entweder sind sie schnell bereit, alles von Gott Gesandte in dem dünkelhaften Besserwissenwollen zu verwerfen, oder sie verfallen in das Gegenteil, erwarten wie Blindgläubige sehr oft fantastische Unmöglichkeiten, welche ausserhalb der göttlichen Schöpfungsgesetze liegen.

Sie sind deshalb sehr enttäuscht, verfallen sogar leicht wieder in Unglauben, wenn sich so vieles anders abspielt als sie es sich dachten. Sie können auch in ihren selbstverschuldeten Enttäuschungen ebenso masslos werden wie vorher in ihrem blinden Glauben und deshalb zu ärgsten Feinden alles dessen, was sie ihrer Meinung nach enttäuschte. Unfassbares vermögen sie darin zu leisten, wenn ihr Handeln auch vollständig unbegründet ist und kindisch, eines Menschen gar nicht würdig.

Für ein genau geordnetes und festgefügtes Wirken in der Schöpfung nach dem Willen Gottes, welcher unverbiegbar ist, wollen sie kein Verständnis haben, sondern wähnen, dass Gott seine eigenen Gesetze darin jeden Augenblick willkürlich stürzen und verändern kann. Sie überlegen nicht, dass sie damit ganz deutlich ihren Zweifel an der ewigen Vollkommenheit Gottes bekennen oder ihre eigene unglaubliche Beschränktheit, die nur noch frevelhafte Trägheit des Geistes genannt werden kann oder Dummheit, die aus Faulheit kommt.

Mit grossen Worten wollen sie sich darauf stützen, dass doch in der Schöpfung alles dauernden Veränderungen unterworfen ist. Das ist schon recht gesagt, doch die Veränderungen zeigen sich in folgerichtiger Entwickelung und Aufblühen des schon Bestehenden, auf Grund der trotzdem unverbiegbar bleibenden Schöpfungsgesetze, die antreibend wirken, aber niemals sich verändern. Es sind also die grossen Worte nur leeres Geschwätz, vollkommen undurchdacht benützt in leichtfertiger Oberflächlichkeit.

Die Menschen streuen mit den Worten ungeheure Werte wie spielende Kinder aus, ohne diese Werte selbst erfasst zu haben. Deshalb wenden sie die Worte auch falsch an und geben ihnen irrtümliche Deutungen.

Die Wahrheit, die in ihnen ruht, sehen sie nicht, da sie nur das herauslesen und hören, was sie wollen. Zu einem tiefen Schürfen und Bemühen, das zu verstehen, was die Worte sagen sollen und auch deutlich genug sagen, sind sie in ihrer trägen Selbstgefälligkeit gar nicht bereit.

Das richtige Verständnis dafür fehlt auch vielen noch von Euch, weil Ihr doch noch nicht tief genug in meine Botschaft eingedrungen seid, um die Vollkommenheit des allmächtigen Schöpfers Euch bildhaft zu denken in ihrer Unantastbarkeit und Unverbiegbarkeit vom Grunde aus, worin die unfassbare Grösse liegt in einer klaren Einfachheit, die sich der Menschengeist nicht denken will.

Ihr müsst jedoch bei allem Euren Denken stets die Unverbiegbarkeit in der Vollkommenheit der göttlichen, selbsttätigen Gesetze dieser Schöpfung streng zu Grunde legen, bei der Erforschung und Erklärung jeglichen Geschehens. Sonst könnt Ihr niemals weiter und müsst irre gehen!

Deshalb ist es angebracht, dass ich gerade heute einmal etwas von dem Schleier lüfte, welcher Euch die Grösse jenes Opfers noch verhüllt, das Parzival für Euere Erlösung und Befreiung brachte. Ihr wähnt wahrscheinlich, dass das Schwerste dabei wohl der Kampf mit Luzifer gewesen sei, der mit der Fesselung Luzifers endete. Dem ist aber nicht so, sondern das Schwerste war, für Euch die Wege aus dem Irrgarten zu schlagen, den Ihr durch Eure Fehler grossgezogen hattet!

Das ist zwar nur ein Teil seines Erlösungswerkes, aber wenn Ihr das nur etwas zu erfassen sucht, so, wie es tatsächlich gewesen ist, dann könnt Ihr gar nicht anders mehr, als Gott in Eurem Seindürfen zu danken unentwegt.

Stellt Euch nur einmal vor: Vom Lichte ausgehend, die ganzen Mühen eines Weges in die dichten Stofflichkeiten nochmals auf sich nehmend, den er schon einmal für die Menschheit einst gegangen war, kam Parzival auf den durch Menschenschuld so tief gesunkenen Erdball herab.

Er aus dem Lichte kommend, wusste nicht, was Fehler und was Trübsal war, trotzdem er schon einmal den Hass der Menschen kennen lernen konnte; denn Licht kennt Trübsal nicht noch Fehler. Unwissend darüber stand er erst mitten unter diesen Menschen und deren ganz verbogenen falschen Begriffen. Alles um ihn her war falsch unter der Herrschaft Luzifers, vom Lichte abgebogen, alles für ihn deshalb fremd und kalt, ja feindselig und hässlich.

Nun denkt Ihr vielleicht wieder, dass er nur den Weg zu zeigen hätte nach den lichten Höhen, um den Menschen damit das zu geben, was sie nötig hatten zu ihrer Erlösung. Ihr stellt Euch vor, dass er einfach das Gotteswort zu künden brauchte, wie es ist!

Die Menschen hätten damit gar nichts machen können; denn sie waren ja in ihre Fehler vollständig verstrickt und konnten nicht mehr aufwärts schauen, wenn nicht für sie vorher der Weg dazu erst geschlagen wurde, der den Ausgang freilegte, durch den sie das verheissungsvolle Licht wieder erblicken konnten.

Es kam also ganz darauf an, wie Parzival das Wort den Menschen näher brachte! Er musste dem Heiligen Worte eine Form geben, die für die Menschen in ihrer Bedrängnis passte; denn das Wort an sich hatten sie ja bereits durch Jesus schon erhalten, wenigstens zum Teil, aber sie konnten es in sich nicht mehr zum Leben bringen; denn sie fanden keinen Weg dazu, und Deutungen der Kirchen waren viel zu schwach und nur zum Zwecke der eigenen Erdenmacht gestaltet, um wirklich eine Hilfe noch zu sein.

Das Wort! Auch Ihr wisst noch nicht recht darin zu denken; denn Ihr vergesst wie alle anderen dabei, was das Wort wirklich ist, von dem ich immer spreche. Ihr wisst wohl, dass es das lebende Wort ist, aber Ihr stellt Euch doch noch nicht so ganz das Rechte dabei vor.

Wie Jesus einst vom Worte sprach: Ich bin das Wort! So sage ich Euch heute wieder: Ich gebe mich Euch selbst in meinem Wort! Denn auch ich bin in Wahrheit das Wort selbst! Es wurde Euch doch schon seit Langem einst gesagt: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort!

Es muss Euch doch genug sagen, wenn Jesus dann zu seinen Jüngern sprach: Ich bin das Wort und in dem Worte gebe ich mich Euch! Und heute wiederhole ich: Ich bin das Wort selbst, das ich Euch gebe!

Denkt nur in aller Ruhe und in aller Gründlichkeit darüber nach, Ihr müsst es finden, was darinnen liegt.

Wenn ich das Wort den Menschen geben wollte, ohne es für sie zu formen, würden sie mich nicht verstehen! Das prägt Euch flammend ein; denn das Wort ist lebendig, es ist selbst das Leben, und es ist in seinem Urzustande ohne für Euch sichtbare oder erkennbare Form. Es ist!

Sobald ich es den Menschen aber zugänglich machen will, das heisst für sie verständlich formen, muss ich es umwandeln aus seiner Art, so, wie es für die Menschen fasslich ist. Die Form muss so gegeben werden, wie sie ihnen nützlich ist. Und niemand anders könnte das Heilige Wort, das Gott ist, formen als es selbst!

Und niemand anders kann es Euch erschliessen in seiner ganzen Kraft! Das heisst, die ganze Kraft würdet Ihr nicht ertragen. Deshalb erhaltet Ihr das Wort in einer Form, die nur für Euch, Ihr Menschen, zubereitet ist, und die gerade soviel Kraft enthält, wie Ihr für Euch benötigt und wie Ihr sie ertragen könnt, wenn Ihr geöffnet dafür seid; denn ohne Euch dafür zu öffnen könnt Ihr nichts empfangen von der Kraft, da zum Empfangen Euer Wollen nötig ist, das einer Bitte darum gleicht.

Wie spielt Ihr doch noch oft mit dem Heiligen Wort in Eueren Gedanken, ohne eigentlich zu wissen, was Ihr damit tut.

Wie oft ist dieser Menschheit auch schon zugerufen worden, dass sie das Wort ans Kreuz geschlagen haben, indem sie Jesus kreuzigten, aber sie kreuzigen das Wort noch immer, täglich neu, wenn sie es zu verbiegen wagen oder nur nach ihrem Willen deuten, um es sich für manche Wünsche dienstbar zu gestalten, dienstbar in seiner Wirkung auf die Menschen!

Wer aber denkt daran, dass sich diese Vergehen bitter rächen müssen an den Frevlern, die ein solches Übel wagten, dass es keine Vergebung dafür geben kann! Und wenn geschrieben steht: „Die Rache ist mein! Ich will vergelten!“ So trifft das hierbei in der vollen Stärke zu; denn das in tausenderlei Arten durch die Erdenmenschen schon missbrauchte Wort ist das lebendige gewesen, ist Gott selbst!

Vergesset nie, was das Wort ist, das ich Euch gebe in der Form, welche Euch nötig ist, und nehmt es auf als Labung Eures Geistes; denn es ist die Speise, die er braucht, der Trank, nach dem er dürstet, ohne das er nicht zu sein vermag! Sucht es nicht durch den irdischen Verstand noch einmal zu entwerten! Es würde Euch daraufhin niemals mehr gereicht werden. Erhaltet es, damit es nicht für Euch verloren gehen kann!

Das lebendige Wort meiner Botschaft sind nicht die menschlichen Ausdrücke und Sätze, die ich dazu benutze, sondern es ist etwas für Euch Ungreifbares für sich, das ich hineinlege und das durch diese Formen in Euch einzugehen fähig ist, wenn Ihr Euch dafür öffnet.

Ich nütze Eure Wortformen und Sätze nur als eine Art Kanäle, durch die ich das lebende Wort zu Eurem Geiste führe, der allein befähigt ist, es aufzunehmen, damit er dann erstarkend alle Fesseln des schleichenden Dunkels sprengen kann.

Und dieses für Euch ungreifbare Leben, das Euer Geist mit diesen Wortformen und Sätzen trinken soll, ist ein Teil meiner selbst, das ich Euch damit gebe, damit Ihr in der Gnade Gottes weiter leben könnt!

Nun wird Euch wohl die Notwendigkeit auch vertrauter werden, die von Parzival ein langes Erdensein ganz unerkannt unter den Menschen grundsätzlich bedingte, wenn der Menschheit überhaupt noch einmal Hilfe durch das Wort gegeben werden sollte. Und nur das Wort konnte die Hilfe geben, da Rettung ganz allein in dem Erwachen eines Menschengeistes liegt, dem das Erkennen folgen muss. Das Gottgesetz hat keinen anderen Weg vorgesehen, als diesen einzigen Weg unantastbarer Gerechtigkeit!

Aus diesem Grunde sprach schon Jesus: Niemand kommt zum Vater denn durch mich! Also durch das Wort, da er ja aus Gott kam und deshalb auch das Wort sein musste. Und wieder kam deshalb das Wort zur Rettung auf die Erde in dem Willen Gottes, der wie auch die Liebe Gottes das Wort ist!

Wenn Parzival, der ein Teil des Willens Gottes ist, nun eine rechte Form für das Wort finden wollte, die den Erdenmenschen helfen konnte, musste er zuerst die Art der Menschen selbst erkennen mit allen ihren Fehlern, den verbogenen Begriffen, musste erst die Wurzel alles Übels in den Menschen suchen, um die Wege zu ergründen und zu schlagen durch die Form, die er dem Worte gab, die wirklich helfen mussten, wenn die Menschen diese Wege gehen wollten.

Das konnte er jedoch erst dann, wenn er in allen ihren Fehlern und in allen ihren Schwächen wissend wurde!

Das Wissendwerden aber ist für einen aus dem Licht Gesandten niemals zu erreichen in Beobachtung oder durch Fragen, sondern nur in eigenem Erleben, weil Fehler, Schwächen, Übles und Verbogenes dem Lichte an sich vollständig fremd ist und auch fremd verbleibt. Es kann niemals Verständnis dafür einem Lichtgesandten werden.

So war für Parzival der Teil als schwerster Weg zu gehen. Wenn er helfen wollte, blieb ihm nur das eine: Er musste als Mensch unter den Menschen eine Zeitspanne leben, ohne seine Herkunft oder Aufgabe dabei zu wissen; denn sonst hätte ein Erleben niemals kommen können! Doch nicht nur das, sondern er musste mit sämtlichen Fehlern dieser Menschheit unmittelbar in Berührung kommen, musste sie an sich erleiden, um durch dieses Miterleiden wenigsten zu einem Wissen davon zu gelangen, zu einem Verständnis konnte es nie kommen, da seiner Art und Herkunft das Verbogene der Menschenansichten und Menschenrechte immer fremd und falsch verbleiben musste. Auch konnte er deshalb nicht nach den irrtümlichen Menschenrechte denken oder handeln, sondern er vermochte trotz des Erdenlebens immer nur die Gottgesetze auszuführen, denen zahlreiche der Rechtsbegriffe der so tief gesunkenen und eingeengten Menschheit vielfach feindlich gegenüberstanden.

Das ergab natürlich andauernden, schweren Kampf, Sorge und Leid in irdischer Beziehung für den über seine Sendung in der Zeit des schweren Lernenmüssens unwissenden Fremdling aus dem Lichte auf dem Tummelplatze alles Dunkels.

Deshalb wurde er rücksichtslos hineingewirbelt in die Strudel, welche ihn durch alles führten, was an Unrecht unter Menschen war, nicht an alles heran, das hätte nicht genügt, sondern er musste selbst verstrickt werden in alles, um mitten in dieser schrecklichen Verstrickung einzeln alle Übel zu erkennen und im eigenen Erleiden einen Weg zu finden, der den Menschen eine Möglichkeit gewährt, wieder herauszukommen aus den unheilvollen Fesseln. Er musste den Weg der Errettung selbst erst gehen und ihn damit für die Menschen bahnen, jeden einzelnen, um den Menschen dann im Wort zu zeigen, wie sie sich aus allen diesen Übeln wieder loszuringen vermögen.

Nichts konnte ihm deshalb erspart bleiben, da ihm nichts fremd sein durfte, was die Menschen bedrückt und peinigt und von dem Lichte zurückreisst!

So wurde ihm alles irdische Übel in den Weg gelegt, damit er es im eigenen Erleiden zuerst überwinde, in dem Überwinden gleichzeitig die jeweilige Wurzel ausreisse und niedertrete und die Wege bahne für die Menschen, die herausführen dem Lichte zu.

Während er also unter der Menschheit und durch diese litt, musste er die gleiche Menschheit von all den Dingen, die sie gegen ihn verwendeten, freiringen, indem er dabei das Falsche erkannte und als Erster den Weg zur Erlösung davon schritt. Mit dem Erkennen eines jeden Übels durch Parzival war auch stets die Macht des Übels schon gebrochen und der Grund zur Hilfe für die darin stehende und sinkende Menschheit gelegt.

Das war das grösste und das schwerste Opfer, was er für die Erdenmenschen brachte, und wie zum Hohn ist es gerade diese Erdenzeit, aus der ihm Menschen aus dem Dunkel Anwürfe zu formen suchen! Sie wollen gerade diesen schwersten Teil seiner Aufgabe, den er für die Menschen erfüllte in eigenem Leid, dazu verwenden, ihn herabzuzerren und in widerlichster Weise zu beschmutzen.

Gerade alles das, was er für sie erlitt, um ihnen zur bestimmten Stunde wirklich aus eigener Erfahrung heraus helfen zu können mit seinem Rat, der aus dem Erleben geboren werden musste, suchten willige Werkzeuge des Dunkels ihm zum Vorwurf zu machen in niedrigster Art, immer und immer wieder, um andere Menschen von dem Rettungswege abzuhalten oder abzubringen, indem sie das Vertrauen und den Glauben an den Retter und dessen Sendung erschüttern wollten. Ihr habt es ja zum Teil selbst miterlebt.

Das ist allerdings nun die grösste der Schuld, die sich Menschen aufbürden, und die nicht vergeben werden kann!

Versucht es, Euch vorzustellen, was es bedeutet, was es ist, in wenigen Jahrzehnten alle menschlichen Fehler und Schwächen, die es auf Erden gibt, in eigenem Erleben kennen lernen zu müssen! Versucht Euch hineinzudenken in die Lagen, die sich ergeben, wenn alle Folgen der falschen und verbogenen Begriffe der Menschen durchkostet werden müssen, um die Möglichkeit des Davonlosringens zu finden, und es den Menschen in der dazu geeigneten Form des Wortes dann zu geben, da sie es selbst unmöglich noch einmal hätten erreichen können.

Und was es für Empfindungen erweckt, gerade dafür dann von Übelwollenden beschimpft zu werden. Es ist kein anderes Empfinden, als der Gottsohn Jesus einst schon hatte, da man ihn als Gotteslästerer beschuldigte und kreuzigte, gerade ihn, der selbst in Gott war, und auch Gott in ihm! Und der auch um der Menschheit willen schon genug gelitten hatte, nur für sie gekommen war, um ihnen rechtzeitig die Hilfe noch zu bringen in dem Wort!

Hätte Parzival nicht dieses Leid auf sich genommen, um zur Hilfe der gesunkenen, verirrten Menschheit die rettende Form für das Heilige Wort zu finden, die die Menschen brauchen in ihrer Bedrängnis, um den Weg zur lichten Höhe wiederum wandern zu können, sie hätten niemals wieder wahres Pfingsten dankbar feiern können nach dem Heiligen Gericht, das über diese Erde nun hereinbricht, um alles Alte auszugleichen in Gerechtigkeit des Herrn!

Dankt deshalb dem Schöpfer, Eurem Gott, dass er die Gnade hatte, Euch noch einmal seine Hand zu reichen, auf dass Ihr nicht ewiglich verloren gehen musstet! Seid froh in seiner Kraft, die er Euch wiederum gewährte, und lebt dankbar nach dem Worte ihm zur Ehre! Denn in dem Worte gebe ich Euch Weg, Nahrung und Kraft, und damit habt Ihr alles, was Ihr für das Sein und für den Aufstieg braucht! Das Wort aber, das bin ich selbst, und Ihr nehmt damit einen Teil von mir in Eurem Geiste auf!

AMEN.

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